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  1. Qualifizierungsprozess (DIN EN ISO)

    Der Qualifizierungsprozess dient der Darlegung von Fähigkeit, festgelegte Anforderungen zu erfüllen. Die Qualifizierung kann Personen, Produkte, Prozesse oder Systeme betreffen.

  2. Qualitätsaudit (DIN EN ISO 19011:2002)

    Das Qualitätsaudit ist eine systematische und unabhängige Untersuchung, um festzustellen, ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und die damit zusammenhängenden Ergebnisse den festgelegten Anordnungen entsprechen und ob diese Anordnungen wirkungsvoll verwirklicht und geeignet sind, um die Ziele zu erreichen. Normalerweise wird das Qualitätsaudit auf ein Qualitätssicherungssystem oder Bereiche davon, auf Prozesse oder auf Produkte einschließlich Dienstleistungen angewendet,  ist jedoch nicht darauf beschränkt. Derartige Qualitätsaudits werden der Thematik entsprechend  „Systemaudit“, „Verfahrensaudit“, „Produktaudit“ oder „Dienstleistungsaudit“ genannt. Durchgeführt werden Qualitätsaudits von Personen, die keine direkte Verantwortung in den zu auditierenden Bereichen haben. Es ist jedoch von Vorteil, wenn sie mit den betreffenden Personen aus den entsprechenden Bereichen zusammenarbeiten.

    Zweck eines Qualitätsaudits ist unter anderem die Beurteilung der Notwendigkeit von Verbesserungen oder Korrekturmaßnahmen. Qualitätsaudits können für interne oder externe Zwecke durchgeführt und sollten nicht mit Tätigkeiten der Überwachung oder Prüfung verwechselt werden, welche zum Zweck der Prozesslenkung oder Produktannahme durchgeführt werden.

  3. Qualitätsmanagement (DIN EN ISO)

    Koordinierte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation in Bezug auf die Qualität. Diese Tätigkeiten umfassen üblicherweise das Festlegen der Qualitätspolitik und der Qualitätsziele, die Qualitätsplanung, die Qualitätslenkung, die Qualitätssicherung und die Qualitätsverbesserung.

  4. Qualitätsmanagementplan; QM-Plan (DIN EN ISO)

    Ein Dokument, in dem festlegt ist, welche Verfahren und zugehörigen Ressourcen bezüglich eines spezifischen Projekts, Produkts, Prozesses oder Vertrages wann und durch wen anzuwenden sind. In der Regel umfassen diese Verfahren diejenigen Verfahren, welche sich auf Qualitätsmanagementprozesse und auf Produktrealisierungsprozesse beziehen. Der Qualitätsmanagement-Plan, der üblicherweise eines der Ergebnisse der Qualitätsplanung ist, verweist oftmals auf Teile des QM-Handbuchs oder auf Verfahrensanweisungen. 

  5. Qualitätsmerkmal (DIN EN ISO)

    Ein Qualiätsmerkmal ist ein inhärentes Merkmal eines Produkts, Prozesses oder Systems, das sich auf eine Anforderung bezieht. Der Begriff „inhärent“ bedeutet „einer Einheit innewohnend“, insbesondere als ständiges Merkmal. Ein zugeordnetes Merkmal, wie beispielsweise der Preis eines Produkts, ist hingegen kein Qualitätsmerkmal.

  6. Qualitätsplanung (DIN EN ISO)

    Die Qualitätsplanung ist der Teil des Qualitätsmanagements, welcher auf das Festlegen der Qualitätsziele und der notwendigen Ausführungsprozesse sowie der zugehörigen Ressourcen zur Erfüllung der Qualitätsziele gerichtet ist. Die Erstellung von QM-Plänen kann Teil der Qualitätsplanung sein.

  7. Qualitätspolitik (DIN EN ISO)

    Unter Qualitätspolitik sind die übergeordnete Absichten und Ausrichtung einer Organisation zur Qualität zu verstehen, wie sie von der obersten Leitung formell ausgedrückt wurden. Im Allgemeinen steht die Qualitätspolitik mit der übergeordneten Politik der Organisation in Einklang und bildet den Rahmen für die Festlegung von Qualitätszielen. Als Grundlage für die Festlegung der Qualitätspolitik können die Qualitätsmanagementgrundsätze der Internationalen Norm dienen.

  8. Qualitätssicherung (DIN EN ISO)

    Die Qualitätssicherung ist der Teil des Qualitätsmanagements, welcher darauf gerichtet ist, dass Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

  9. Qualitätssicherungssystem, QS-System (DIN EN ISO 19011:2002)

    Das Qualitätssicherungssystem beinhaltet die Aufbauorganisation, Verantwortlichkeiten, Abläufe, Verfahren und Mittel zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements und sollte nur den zum Erreichen der Qualitätsziele erforderlichen Umfang haben. Für vertragliche, andere verbindliche und bewertende Zwecke kann eine Darlegung der Verwirklichung festgelegter Elemente im System verlangt werden.

  10. Qualitätsverbesserung (DIN EN ISO)

    Die Qualitätsverbesserung ist der Teil des Qualitätsmanagements, welcher auf die Erhöhung der Fähigkeit zur Erfüllung der Qualitätsanforderungen gerichtet ist, wobei die Anforderungen jeden beliebigen Aspekt, wie Wirksamkeit, Effizienz oder Rückverfolgbarkeit, betreffen können.

  11. Qualitätsziel (DIN EN ISO)

    Das in Bezug auf Qualität Angestrebte oder zu Erreichende. Generell beruhen die Qualitätsziele auf der Qualitätspolitik der Organisation und werden für die zutreffenden Funktionsbereiche und Ebenen in der Organisation festgelegt.